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Lebensmittelgrundversorgung an der Untermosel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Bruno Seibeld   
Donnerstag, 20. November 2008

Brunno Seibeld - der Bürgermeister informiert

Seit vielen Jahren bemüht sich die Ortsgemeinde Kobern-Gondorf darum,

angemessene Flächen für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes zur

Grundversorgung der Menschen an der Untermosel auszuweisen. Freie

Flächen in entsprechender Größe sind im Ortsbereich von Kobern-Gondorf

kaum verfügbar. Verschiedene Standortalternativen wurden bisher untersucht.

Der Ortsgemeinde Kobern-Gondorf ist im regionalen Raumordnungsplan

Mittelrhein/Westerwald eine zentrale Funktion (Grundzentrum) zugewiesen.

Hier sollen grundsätzlich die Schwerpunkte der Grundversorgung für den Nahbereich – für die Menschen an der Untermosel – gewährleistet werden. Die angemessene Lebensmittelgrundversorgung insgesamt für die Verbandsgemeinde Untermosel ist von großer Bedeutung. Mit Blick auf die demografische Entwicklung ist es wichtig, dass auch in unserem Lebensraum ein ausreichendes und attraktives Angebot der Lebensmittelgrundversorgung geschaffen wird. Derzeit werden Einkäufe vielfach in den angrenzenden Gemeinden der Verbandsgemeinde Maifeld (Münstermaifeld, Polch, Ochtendung), in Koblenz, Waldesch und Rhens oder auch in Treis-Karden getätigt. Ausgehend von 15.000 Einwohnern im engeren Einzugsgebiet, von denen pro Person im Monat ca. 150,00 Euro für Lebensmittel und bekleidende Waren des täglichen Bedarfs ausgegeben werden (im Jahr 1.800,00 Euro pro Person), ergibt sich eine Kaufkraft von erheblichen 27 Mio. Euro. Umsatzschätzungen für bereits vorhandene Einzelhandelsgeschäfte belegen etwa einen Umsatz von ca. 8 – 10 Mio. Euro bei einer angenommenen Gesamtverkaufsfläche von 2.000 – 2.500 qm. So ergibt sich derzeit ein enormer Kaufkraftüberschuss. Diese Situation wird für die Menschen an der Untermosel derzeit nicht im besonderen Maße spürbar, da die Einkäufe vielfach gewohnheitsmäßig in der umliegenden Region getätigt werden können. Aber mit Blick auf die demografische Entwicklung (zunehmende Zahl von Menschen in hohem Lebensalter) ist es wichtig, jetzt dafür zu sorgen, dass vor allem für diese Bevölkerungsgruppe, aber auch insgesamt für unsere Einwohnerschaft, ein ausreichendes Angebot der Lebensmittelgrundversorgung in der Nähe angesiedelt wird. Derzeit liegt die Verkaufsfläche pro 1.000 Einwohner an der Untermosel bei ca. 140 – 160 qm. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 462 m²/1.000 Einwohner. Dieses wie auch der erhebliche einzelhandelrelevante Käuferkraftüberschuss zeigen deutlich, dass die weitere Ansiedlung von Lebensmittelmärkten notwendig ist.


Letztes Update ( Dienstag, 20. Januar 2009 )
 
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